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Tierwissen
Ein leuchtend schimmernder Ölteppich auf rauer Asphaltfläche verdeutlicht die Umweltverschmutzung

Ölverschmutzung

Ölverschmutzung bedeutet, dass Fell, Haut oder Körper eines Haustiers mit Erdölprodukten wie Motoröl, Kraftstoff oder Rohöl in Kontakt kommen. Das kann die Haut reizen und bei Verschlucken oder Einatmen ernste innere Schäden verursachen.

Auch bekannt als Ölvergiftung, Ölkontamination bei Tieren, Kontakt mit Motoröl, Erdölvergiftung bei Haustieren

Von einer Ölverschmutzung spricht man, wenn Fell oder Haut eines Haustiers mit Erdölprodukten wie Motoröl, Benzin, Petroleum, Diesel, Teer oder Rohöl aus einer Verschmutzung in Berührung kommen. Das klingt zunächst nach einer lästigen Schmutzerei, ist aber tatsächlich eine ernste Gesundheitsgefahr. Diese Stoffe sind Kohlenwasserstoffe und können deinem Tier schaden, egal ob sie ins Fell gelangen, beim Putzen abgeleckt werden, direkt verschluckt oder als Dämpfe eingeatmet werden.

Hunde und Katzen kommen meist damit in Kontakt, wenn Öl aus gelagerten Behältern in einer Garage oder einem Schuppen austritt, wenn sie draußen durch eine Ölpfütze laufen, oder gelegentlich bei größeren Umweltvorfällen wie Leckagen an Pipelines oder Tankern, die Boden und Gewässer verunreinigen. Katzen sowie Hunde mit langem oder dichtem Fell sind besonders gefährdet, weil Öl im Fell haften bleibt und dicht an der Haut liegt. Außerdem nehmen sie beim Putzen häufig einen Teil des Öls auf ihrem Fell auf.

Wie stark die Auswirkungen sind, hängt davon ab, wie zähflüssig und flüchtig das Öl ist und wie das Tier damit in Kontakt gekommen ist:

  • Auf der Haut: Längerer Kontakt kann Rötungen, Reizungen, Schwellungen und in schweren Fällen Hautschäden oder Infektionen verursachen.
  • Verschluckt: Kann den Magen-Darm-Trakt reizen und in schwereren Fällen Leber oder Nieren beeinträchtigen.
  • Eingeatmet oder aspiriert (in die Atemwege gelangt): Das ist der gefährlichste Weg. Dünnflüssige, leicht flüchtige Produkte wie Benzin oder Petroleum werden leicht in die Lunge eingeatmet, besonders wenn das Tier nach dem Verschlucken erbricht. Dabei kann eine schwere, manchmal tödliche Lungenentzündung entstehen.

Wenn dein Tier sichtbar Öl im Fell hat, stark nach Erdölprodukten riecht oder du weißt, dass es mit einer verschütteten Chemikalie in Kontakt war, solltest du umgehend deine Tierärztin oder deinen Tierarzt anrufen, statt zu versuchen, das Problem komplett allein zu lösen. Ein wichtiger Hinweis vorab: Tierärztinnen und Tierärzte lösen nach einem solchen Kontakt in der Regel kein Erbrechen aus, denn dabei steigt die Gefahr, dass das Öl beim Hochkommen in die Lunge eingeatmet wird. Stattdessen wird meist ein vorsichtiges Bad mit einer milden Seife oder einem sanften Reinigungsmittel empfohlen. Zusätzlich werden Atmung und Verhalten beobachtet, und auftretende Hautreizungen oder Atemwegsbeschwerden werden behandelt.

Achte auf Anzeichen wie Husten, angestrengte oder schnelle Atmung, Speicheln, Erbrechen, Teilnahmslosigkeit oder gerötete, wund aussehende Hautstellen dort, wo das Öl gesessen hat. Zeigt sich eines dieser Anzeichen nach bekanntem oder vermutetem Ölkontakt, solltest du noch am selben Tag eine Tierarztpraxis aufsuchen. Dieser Beitrag bietet allgemeine Hintergrundinformationen und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Wenn du vermutest, dass dein Tier mit Öl in Kontakt gekommen ist, kann eine Tierärztin oder ein Tierarzt einschätzen, wie ernst die Belastung ist und welche Reinigung und Behandlung tatsächlich notwendig sind.