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Tierwissen
Eine Person gießt Hundefutter in eine Edelstahlschüssel in einem gemütlichen Wohnzimmer.

Portionskontrolle

Portionskontrolle bedeutet, das Futter von Hund oder Katze genau abzumessen und an den tatsächlichen Kalorienbedarf anzupassen, statt nach Gefühl zu füttern, um Übergewicht vorzubeugen.

Auch bekannt als Futtermenge abmessen bei Hund und Katze, Fütterungsmenge kontrollieren, Richtige Futterportion für Hund und Katze, Übergewicht vorbeugen durch Portionskontrolle, Futterration abwiegen

Ich habe genug Hintergrundwissen, um das jetzt zu schreiben.

Deinem Hund oder deiner Katze "die richtige Menge" zu füttern, klingt einfach, bis man tatsächlich versucht, sie zu messen. Laut der amerikanischen Tierärztevereinigung AVMA sind in den USA schätzungsweise sechs von zehn Hunden und Katzen übergewichtig oder fettleibig, und das liegt größtenteils an dem, was bei der Fütterung selbst passiert, nicht an einzelnen Leckerlis oder zu wenig Bewegung. Portionskontrolle bedeutet einfach, die Futtermenge an das anzupassen, was dein Tier wirklich braucht, abhängig von Gewicht, Lebensphase, Aktivitätslevel und eventuellen gesundheitlichen Einschränkungen, statt den Napf aus Gewohnheit oder nach Gefühl zu befüllen.

Das Knifflige daran: Die meisten Halterinnen und Halter haben es mit zwei unsicheren Größen zu tun. Erstens sind die Angaben auf Futterbeuteln oder Dosen nur ein Ausgangspunkt. Die Fütterungstabellen auf der Verpackung sind für ein durchschnittliches Tier bei einem bestimmten Gewicht berechnet, doch eine träge Senior-Katze und eine aktive junge Katze gleicher Größe können einen sehr unterschiedlichen Kalorienbedarf haben. Diese aufgedruckten Mengen müssen deshalb oft nach oben oder unten angepasst werden, am besten in Absprache mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt. Zweitens wird in der Praxis meist überhaupt nicht gemessen. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass nur ein kleiner Teil der Hunde- und Katzenhalter das Futter tatsächlich abwiegt, die meisten schätzen einen Schöpflöffel oder füllen den Napf nach Augenmaß, wodurch man leicht und unbemerkt in eine Überfütterung hineinrutscht.

Eine Küchenwaage oder ein richtiger Messbecher, statt der zufällig griffbereiten Tasse, ist der einfachste Weg, diese Lücke zu schließen. Die World Small Animal Veterinary Association (WSAVA), der Weltverband der Kleintiermediziner, empfiehlt ausdrücklich, ein genormtes Messgefäß zu verwenden und das Futter abzuportionieren, egal ob du zu festen Mahlzeiten fütterst oder das Futter über den Tag verteilt bereitstellst. Auch Leckerlis zählen mit. Alles, was als Belohnung gegeben wird, kommt als zusätzliche Kalorien zur Hauptmahlzeit hinzu. Leckerlis klein zu halten und sie in die Tagesration einzurechnen, ist deshalb genauso wichtig wie die Größe des Schöpflöffels beim Füttern.

Tierärztinnen und Tierärzte nutzen eine einfache Tastuntersuchung, die sogenannte Body-Condition-Score-Beurteilung, um zu prüfen, ob die Portionen passen. Du solltest die Rippen deines Tieres unter einer dünnen Fettschicht leicht erfühlen können, ohne fest drücken zu müssen, und von oben betrachtet sollte hinter den Rippen eine sichtbare Taille zu erkennen sein statt einer geraden oder ausgebeulten Linie. Die American Animal Hospital Association empfiehlt diese Ernährungskontrolle inzwischen bei jedem einzelnen Tierarztbesuch, gerade weil eine schleichende Gewichtszunahme im Alltag leicht übersehen wird, obwohl sie sich über Monate hinweg deutlich zeigt.

Die richtige Portionsgröße zu finden hat nichts mit strenger Diät zu tun, es geht darum, deinem Tier genau die Menge zu geben, die es schlank, beweglich und wohlfühlend hält, so lange wie möglich, denn Übergewicht steht in Zusammenhang mit Gelenkproblemen, Diabetes und einer kürzeren Lebenserwartung. Wenn du unsicher bist, wie viel für dein eigenes Tier richtig ist, ist genau das eine Frage, die du beim Tierarztbesuch klären solltest, statt zu raten. Die weiterführenden Ratgeber gehen genauer darauf ein, wie man den Kalorienbedarf berechnet und die Fütterung an bestimmte Situationen anpasst.

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