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Tierwissen
Ein Tierarzt untersucht die Pfote eines entspannten Hundes auf einem weißen Tisch drinnen.

Vorsorgeuntersuchung

Ein Vorsorge-Check ist eine Routineuntersuchung für ein gesundes Haustier von Nase bis Schwanz. Ziel ist es, sich entwickelnde Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen, bevor Symptome auftreten.

Auch bekannt als Vorsorgeuntersuchung beim Tierarzt, Gesundheitscheck für Hund und Katze, Jährliche Tierarztuntersuchung, Vorsorgecheck fürs Haustier, Routineuntersuchung beim Tierarzt

Eine Vorsorgeuntersuchung ist ein Checkup für ein Tier, das gar nicht krank ist, und genau darin liegt der Sinn. Anstatt zu warten, bis ein Hinken oder ein Knoten auffällt, verschafft dieser Termin deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt ein vollständiges Bild davon, wie es deinem Hund oder deiner Katze aktuell geht. So hat auch etwas, das sich still und leise entwickelt, eine Chance, früh entdeckt zu werden, solange es noch gut behandelbar ist.

In der Praxis bedeutet das eine körperliche Untersuchung von Nase bis Schwanz: Augen, Ohren, Zähne und Zahnfleisch, Haut und Fell, Herz und Lunge, Gelenke, Bauchraum und Gewicht werden geprüft, dazu kommt ein Gespräch über Fressverhalten, Energielevel, Durstverhalten, Toilettengänge und Verhalten zu Hause. Je nach Alter und Vorgeschichte deines Tieres kann die Tierärztin oder der Tierarzt zusätzlich eine Blutuntersuchung, einen Urintest oder eine Kotuntersuchung auf Darmparasiten vorschlagen, denn manche Organe können bereits länger geschwächt sein, bevor ein Tier überhaupt äußere Anzeichen zeigt. Dieser Termin ist auch der natürliche Zeitpunkt, um Impfungen und Parasitenschutz (Flöhe, Zecken, Würmer, Herzwürmer) auf dem aktuellen Stand zu halten und alles anzusprechen, was dir Sorgen macht, sei es ein neues Futter oder eine ungewohnte Verhaltensänderung.

Wie oft das nötig ist, hängt vor allem vom Alter ab. Welpen und Kätzchen brauchen in ihren ersten Lebensmonaten mehrere Termine, etwa alle drei bis vier Wochen zwischen der sechsten und zwanzigsten Lebenswoche, um mit dem Impfplan und der schnellen Entwicklung Schritt zu halten. Sobald ein Hund oder eine Katze erwachsen ist, gilt sowohl nach der American Animal Hospital Association als auch der American Veterinary Medical Association eine jährliche Untersuchung als Grundstandard, um ein gesundes Tier gesund zu halten. Ab etwa dem siebten Lebensjahr (bei großen Hunderassen etwas früher) empfehlen die meisten Tierärztinnen und Tierärzte, auf zweimal jährlich umzustellen, da sich bei älteren Tieren innerhalb von sechs Monaten im Körperinneren viel verändern kann. Die Senior-Care-Leitlinien der AAHA unterstützen diesen Wechsel mit häufigeren Blutuntersuchungen und Screenings zusätzlich zur körperlichen Untersuchung.

Unabhängig vom Alter gibt es einige Faktoren, die häufigere Besuche sinnvoll machen: eine chronische Erkrankung wie Arthrose oder eine Nierenerkrankung, eine Rasse mit Veranlagung zu bestimmten Problemen (etwa kurzköpfige Rassen und Atemprobleme oder bestimmte Rassen und Herzerkrankungen), oder ein Lebensstil mit erhöhtem Kontakt zu Parasiten und anderen Tieren.

All das ersetzt keinen sofortigen Tierarztbesuch, wenn dein Tier tatsächlich krank ist. Eine Vorsorgeuntersuchung dreht sich um die Zeit dazwischen: Sie schafft eine gesundheitliche Ausgangsbasis, damit deine Tierärztin oder dein Tierarzt kleine Veränderungen erkennen kann, die dir ein Tier selbst nicht mitteilen kann. Die folgenden Ratgeber gehen genauer auf einzelne Lebensphasen, Untersuchungen und den Ablauf der jeweiligen Termine ein.

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